Liegerad – schonendes Training für den Körper

In nahezu jedem Fitnessstudio kann man sie finden – Liegeergometer, oder auch Liegefahrrad, Liegerad oder Recumbentbike genannt. Der optische Unterschied zu einem Standergometer ist auf den ersten Blick klar ersichtlich. Das Liegerad verfügt über einen Sitz mit Rückenlehne. Die Pedale sind vorn am Gerät angebracht, so dass die Beine beim Treten parallel zum Boden verlaufen.

Doch worin unterscheidet sich ein Liegerad vom Standergometer noch? Wie beeinflusst es das Training und für welche Zielpersonen ist es besonders geeignet?

Liegerad – Vorteile und Zielgruppe

Ein Liegerad verfügt über einen tiefen, meist gepolsterten Sitz mit Rückenlehne. Gegenüber dem Standergometer, der wie ein Fahrrad mit einem hohen Sattel ausgestattet ist, hat es den Vorteil, dass das Aufsteigen auf das Trainingsgerät erleichtert wird. Zudem sitzt man bequemer und kann den Rücken dank Lehne entlasten. Die Wirbelsäule wird geschont und die Rückenmuskulatur wird während des Trainings entlastet. Diese sitzende Position ermöglicht es auch, während dem Training ein Buch zu lesen.
Der breite Sitz bietet ausreichend Platz und ist deutlich bequemer als ein Fahrradsattel. So können auch stark übergewichtige Personen mit dem Training beginnen und aktiv für eine Verbesserung ihrer eigenen Vitalität und Fitness sorgen.
Die Pedale des Liegefahrrads befinden sich vorn am Trainingsgerät. Die trainierende Person hält die Beine beim Treten in einer waagerechten Position. Dies entlastet die Kniegelenke.

Illustration des Herz-Kreislaufsystems im menschlichen KörperAll diese positiven Eigenschaften eines Liegerads führen dazu, dass es vor allem in der Rehabilitation seine Daseinsberechtigung findet. Mit diesem schonenden Trainingsgerät werden Patienten langsam und schonen zurück in ein mobiles Leben geführt.
Menschen, die nach einem schweren Unfall mit Knie- und Hüftverletzungen ihre Mobilität zurück erlangen wollen, können leichter auf das Trainingsgerät mit dem niedrigen Sitz aufsteigen. Das sanfte Training stärkt langsam und beständig die Muskulatur, ohne Rücken und Gelenke zu belasten.
Stark übergewichtige Personen, die Gewicht reduzieren wollen und müssen, finden im Liegerad das erste Trainingsgerät, das sie auf dem Weg in einen gesunden Körper begleitet. Der breite Sitz sorgt für ausreichend Sitzkomfort, das waagerechte Treten entlastet die empfindlichen Kniegelenke und Hüfte. Das Herz-Kreislauf System wird in Schwung gebracht und auf sanfte Weise gestärkt.
Menschen die mit zunehmendem Alter zwar in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, jedoch trotzdem fit bleiben möchten, können durch das Training mit dem Liegerad an Wohlbefinden und körperlicher Fitness gewinnen.

[alert type=“info“]Das Liegerad schont Rücken, Wirbelsäule und Gelenke und stärkt sanft das Herz-Kreislaufsystem. Daher eignet es sich ideal für Menschen mit Rückeproblemen, Hüft- und Knieverletzungen, Übergewicht oder allgemein: Menschen mit einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit.[/alert]

Liegerad – Ergometer oder Heimtrainer

Wie bei allen anderen Trainingsgeräten wird auch beim Liegerad zwischen Ergometer und Heimtrainer unterschieden. Dies ist in der Norm EN 957-1/5 festgeschrieben. Während die Bauform eines Liegeergometers und eines Liegeheimtrainers nahezu identisch sind, findet sich der Hauptunterschied in der Messung des Leistungswerts. Während bei einem Heimtrainer die Leistung meist nur in Stufen verstellt werden kann, liefert das Liegeergometer wattgenaue Anzeigen zur erbrachten Leistung. Dies ist vor allem bei therapeutischem Training wichtig.

Liegerad – darauf sollte beim Kauf geachtet werden

Wer sich für den privaten oder gewerblichen Gebrauch ein Liegerad zulegen möchte, sollte beim Kauf auf einige wichtige Punkte Acht geben. Vor allem sollte auf Qualität geachtet werden. Ein wackeliges und lautes Trainingsgerät ist nicht nur weniger effektiv, sondern verdirbt auch den Spaß am Training. Hochwertige und empfehlenswerte Liegefahrräder von zuverlässigen Herstellern findest Du bei AKW Fitness.

Der Sitz

Die Ergonomie des Sitzes spielen beim Kauf eines Liegerads eine große Rolle. Damit die trainierende Person nicht bereits nach 5 Minuten unter Rückenschmerzen leidet und kaum mehr sitzen kann, sollte darauf geachtet werden, dass das Rückenteil ergonomisch geformt und ausreichend hoch ist. Sitzfläche und Rückenlehne sollten gepolstert sein und einen bequemen Sitz gewährleisten.
Zudem muss der Sitz verstellbar sein. Der gesamte Sitz muss sich horizontal nach hinten oder vorne schieben lassen, damit sowohl Personen mit längeren, als auch kürzeren Beinen bequem trainieren können.

[alert type=“info“]Die Knie sollten während dem Treten immer leicht gebeugt und nie ganz durchgedrückt sein.[/alert]

Manche Liegeräder bieten zudem die Möglichkeit die Neigung des Rückenteils zu verstellen. Dies ist nicht unbedingt nötig, sorgt jedoch für individuellen Komfort. Manch einer möchte beim Training vielleicht lieber etwas aufrechter sitzen als andere.

Bedienung und Handhabung

Display ErgometerEine übersichtliche Bedienung und intuitive Handhabung sollte Voraussetzung für ein gutes Recumbentbike sein. Das Bedienfeld (Display) sollte groß und beleuchtet sein. Die sich am Display befindlichen Tasten sollten zum einen gut und eindeutig beschriftet sein, zum anderen groß genug, um sie auch während des Trainings drücken zu können. Eine übersichtliche Menüführung und selbsterklärende Optionen zum Einstellen des Widerstands erleichtern das Training ungemein.
Eine Vielzahl an Programmen ist nicht nötig. Wichtig ist ein pulsgesteuertes Programm und gegebenenfalls die Option ein individuelles Programm zusammen zu stellen.

Stabilität

Das Liegerad sollte unbedingt nach genaustem Beachten der Bauanleitung aufgebaut werden. Hierbei sollten alle Teile fest ineinander passen und wenig Luft zum Wackeln bieten. Wer auf Preis statt Qualität setzt erlebt hier vielleicht seine große Überraschung. Billige Trainingsgeräte mit weniger hochwertigen Materialien sind oft leicht und klapprig.

Schwungmasse

Die Schwungmasse sorgt bei allen Ergometer und Heimtrainern für einen optimalen Rundlauf der Pedale. Wird eine zu niedrige Schwungmasse gewählt, so kann die Tretbewegung nicht sauber ausgeführt werden und gerät immer wieder ins Stocken.
Bei einem Liegerad ist eine Schwungmasse ab etwa 9 kg zu empfehlen, um eine saubere Pedalbewegung zu erhalten.

Liegerad – Kalorienverbrauch

Vergleicht man den Kalorienverbrauch zwischen einem Liegerad und einem Standergometer, so ist der Unterschied zunächst nicht besonders auffällig. Eine Stunde auf dem Standergometer verbrauchen etwa 780 Kalorien, wohingegen man beim Liegerad auf 750 Kalorien kommt. Das sind nur etwa 4% weniger. Schaut man sich jedoch die Fettverbrennung an, wird der Unterschied schon deutlicher. Eine Stunde auf dem Standergometer verbrennen etwa 55 Gramm Körperfett. Beim Liegeergometer sind es nur 49 Gramm Körperfett und somit etwa 11% weniger.

Liegerad – die Nachteile

Die Vorteile des Liegerads, vor allem für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, liegen auf der Hand. Jedoch bringt dieses Trainingsgerät auch einige wenige Nachteile mit sich.

  • Mit dem Liegerad kann kein besonders intensives und abwechslungsreiches Training durchgeführt werden. Für die Optimierung der eigenen Ausdauer für Sportler und Hobbysportler ist ein Standergometer daher besser geeignet.
  • Die Herstellung und Konstruktion eines Liegerads deutlich aufwendiger sind, kosten diese Geräte im Durchschnitt etwa 200€ mehr als ein Standergometer.
  • Ein Liegerad, da es in die Länge und nicht in die Höhegebaut ist, nimmt deutlich mehr Platz im Raum ein. Vor allem für den Heimgebrauch sollte daher gut zwischen Standergometer und Liegeergometer abgewogen werden.

 

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