Das Springseil als Trainingsgerät

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Seilspringen mit Springseil

Beim Seilspringen handelt es sich um ein vielseitiges Trainingsgerät, welches sowohl für eine Cardioeinheit, als auch für ein Warm-Up vor dem eigentlichen Workout verwendet werden kann.

Es bietet zahlreiche Vorteile für den gesamten Körper, insbesondere das Herz-Kreislauf-System und den Blutdruck. Je nach Sprungart können unterschiedliche Bereiche des Körpers gefördert werden.

Hauptsächlich belastet werden die Waden und der Beckenboden ähnlich wie beim Springen auf dem Trampolin. Zudem steigert das regelmäßige Training die Koordination und Ausdauer.

Vorteile des Seilspringens

Das Seilspringen regt die Fettverbrennung an und stellt dadurch eine zeitsparende Alternative zum Joggen dar. Je nach Körpergewicht, Tempo und Sprungvariation können bei 10 Minuten Seilspringen bis zu 300 Kilokalorien verbrannt werden. Zum Abnehmen ist das Seilspringen also sehr gut geeignet.

Daher, dass darauf geachtet werden muss, rechtzeitig abzuspringen und die Arme synchron zu bewegen, verbessert Seilspringen die Koordination und Reflexe. Es erfordert mehr Konzentration und Fokus als andere Übungen und eignet sich somit perfekt für die Vorbereitung auf ein anschließendes Training. Besonders beim Boxen wird es häufig als Warm-Up verwendet, um die Handgelenke aufzuwärmen und Sprungkraft zu optimieren.

Es ist eine zeit- und ortsungebundene Aktivität, die sowohl draußen, als auch drinnen ausgeführt werden kann. Zudem ist das Seil leicht und handlich, wodurch auch der Transport wenig Aufwand bedarf.

Es sind keine Vorkenntnisse nötig und mit ein bisschen Übung kann jeder das Training mit einem Springseil absolvieren. Für Fortgeschrittene gibt es außerdem Seile mit Zusatzgewichten oder es besteht die Möglichkeit, das Tempo zu erhöhen oder die Sprungvariationen zu vervielfältigen.

Für alle, die sich nach Herausforderungen sehnen, gibt es sowohl Einzel-, als auch Mannschaftswettkämpfe. Diese teilen sich in zwei Disziplinen ein, welche jeweils andere Fähigkeiten beanspruchen. In den Speed Disziplinen geht es um Schnelligkeit. Die Teilnehmer müssen in einer begrenzten Zeit möglichst viele Sprünge ausführen.
Dem gegenüber steht der Freestyle, bei dem der Teilnehmer oder die Gruppe eine Reihe von unterschiedlichen Sprüngen zusammenstellt, die zu Musik vorgeführt werden. Danach werden diese Vorstellungen nach Kreativität, Ausführung und Schwierigkeit der Sprungfolgen bewertet.

Unterschiedliche Seiltypen

In Proportion zu anderen Fitnessgeräten ist das Springseil eine sehr günstige Option zum schnellen Fettabbau und Aufwärmen der Muskeln. Dennoch sollten vor dem Kauf einige wichtige Dinge beachtet werden.

Springseile werden aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Besonders populär sind Hanf, Gummi, Draht und Kunststoff. Bei der Wahl des richtigen Springseils ist das Gewicht entscheidend, denn je schwerer das Seil ist, desto schnellere und saubere Umdrehungen sind damit möglich. Hier ist eine kleine Auwahl an unterschiedlichen Springseilen, die gut für das Training geeignet sind.

Zusätzlich von Vorteil sind Seile, die nicht verknoten, zum Beispiel Drahtseile, da diese dauerhaft ihre Form beibehalten.

Die Griffe sollten über leicht laufende Kugellager verfügen, sodass das Seil sich nicht verwindet und ohne Komplikationen rotieren kann. Eine Polsterung der Handgriffe steigert den Nutzungskomfort. Für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad und eine zusätzliche Förderung der Unterarmmuskulatur gibt es mit Gewichten ausgestattete Griffe.

Weiterhin essentiell ist die Länge des Seils. An einigen Seilen ist eine manuelle Verstellung der Länge möglich. Wenn man mittig auf dem Seil steht, sollten die Griffe bei optimaler Seillänge bis zu den Achseln gehen.

Anwendung im Training

Ein 10 bis 15 minütiges Training pro Tag ist eine solide Basis für den Aufbau einer guten Koordination und effektiver Fettverbrennung. Stattdessen kann das Seilspringen auch als Erwärmung vor oder während eines Workouts genutzt werden.
Besonders bei Anfängern werden oft Intervalltrainings mit zwischenzeitlichen Pausen empfohlen, um sich an die Belastung zu gewöhnen. Es bieten sich drei Einheiten mit je 30 Sprüngen und je 30 Sekunden Pause an. Später kann die Intensität durch mehr Sprünge oder andere Sprungtechniken gesteigert werden.

Weiterhin wichtig ist der richtige Untergrund. Er sollte weder zu weich, noch zu hart sein, da das Seil sonst durch die Oberfläche gebremst oder die mechanische Beanspruchung auf den Gelenken zu hoch werden kann. Die besten Voraussetzungen bieten zum Beispiel Holz-, Hallen- oder Teppichböden.

Sprungvariationen

Das normale Seilspringen ist fast jedem bekannt. Mit angezogenen, am Körper gehaltenen Armen wird das Seil aus dem Handgelenk von hinten über den Kopf geschwungen. Ungefähr auf Kopfhöhe sollte abgesprungen werden, sodass das Seil unter den Füßen durchschwingen kann. Doch zur Beanspruchung weiterer Muskelgruppen wurden noch andere Sprungtechniken entwickelt.

Das Springen auf einem Bein fördert das Gleichgewicht und konzentriert die Belastung auf die Waden- und Gesäßmuskulatur. Auf Dauer formen sich dadurch ein trainierter Po und definierte Waden. Empfehlenswert sind 5 bis 10 Sprünge auf einem Bein bevor du wechselst.

Bei der normalen Technik sollte man sich nicht stark vom Boden abstoßen, um stattdessen mit flachen Sprüngen ein schnelleres Tempo generieren zu können. Wenn jedoch die Knie beim Springen möglichst hoch gezogen werden, ergibt sich daraus eine effektive Übung für das Trainieren der Bauchmuskulatur.

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